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Rundgänge in Aussersihl und Hard, dem Zürcher Stadtkreis 4

Das Tramdepot an der Kalkbreite um 1980 von Rudi Butz vom Hochhaus «Lochergut» fotografiert (Hist. Verein Aussersihl)

Das Tramdepot an der Kalkbreite um 1980 von Rudi Butz vom Hochhaus «Lochergut» fotografiert (Hist. Verein Aussersihl)

Tramgeschichte in Aussersihl

Das erste Tram in Zürich war 1882 das Rösslitram mit zwei Linien und einer Streckenlänge von 8.1 km. Die Linie Helmhaus - Paradeplatz - Sihlbrücke-Zentralfriedhof führte durch Aussersihl.
1900 wurde das Rösslitram von der elektrischen Strassenbahn abgelöst. Die rote Linie bediente die Strecke Burgwies-Bellevue-Marienstrasse-Letzigrund. Die ebenerdig verlaufende Seebahn mussten die Fahrgäste bei der Marienstrasse zu Fuss überqueren. 1902 wurde diese Linie bis Altstetten verlängert und erhielt 1906 die Liniennummer 2. Durch die 1923 neu erstellte Tramlinie Albisriederplatz-Albisrieden wurde die Badenerstrasse als Tramachse aufgewertet.
Auch die «Wiediker-Linie» vom Hauptbahnhof über Kasernenstrasse-Bahnhof Wiedikon nach Heuried fährt durch Aussersihl. Sie erhielt als grüne Linie 1906 die Nummer 3.
Das Tramnetz in Aussersihl wurde 1910 erweitert: Die Linie 8 fuhr vom Bahnhof Selnau über Stauffacherbrücke und Stauffacher zur Bäckeranlage und weiter durch die Feld- und Militärstrasse zum Hauptbahnhof. Die Tieferlegung der Seebahn ermöglichte 1927 den Bau der Tramstrecke Bäckeranlage - Hardplatz, die vorerst von der Linie 6, später von den Linien 1 und 8 befahren wurde.
Die Umstellung der Tramlinie 1 auf Trolleybus führte 1954 zur Aufhebung der Tramstrecke Kaserne-Bäckeranlage.

Adresse

Elisabethenstrasse

Erreichbarkeit

Tram 2 und 3, Bus 32 bis Kalkbreite

Literatur

  • Hanspeter Danuser: Das Trambuch, 100 Jahre Züri-Tram, Verlag Neue Zürcher Zeitung 1982
  • Bruno Gisler: Tram- und Buslinien in Zürich, Verein Trammuseum Zürich 2012
  • Quartierverein Aussersihl-Hard, Max Peter: Die Seebahn in Aussersihl und Wiedikon, Zürich 2003